Bedeutung des Namens Visionen eines Weißen Reihers Bewegungen: 45
Matsumora Rohai
Klassifizierung Shorin-Ryu
Stilrichtungen Shito Ryu
Die Kata Rohai ist in der Matsumora (Tomari) und Matsumura-Schule (Shuri) gleichermaßen bekannt. Sie stammt aus dem Stil des Weißen Kranichs ist aber weniger dynamisch und kämpferisch als Chinto und auch nicht so „fremdartig“, geheimnisvoll wie Hakutsuru, Hakkaku oder Haufa. Die Kata strahlt Eleganz und Würde aus und es ist sehr schwierig das richtige Maß zwischen Ruhe und Dynamik zu finden. Sie enthält mit Shuto-Barai in Sagi Ashi Dachi eine sehr elegante Ausweichbewegung, der aber ein vernichtender Gegenangriff folgt. Rohai eignet sich auch sehr gut zum Üben des Gleichgewichts. Die Kata Meikyo wird oft als Shotokan-Version von Rohai bezeichnet. Als Grundlage hierfür wird die Anfangsbewegung gesehen, die bei beiden Kata sehr ähnlich ist. Tatsächlich zeigt Meikyo ansonsten jedoch keine Ähnlichkeit weder im Konzept noch technisch zu der traditionellen Rohai.
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Bedeutung des Namens Visionen eines Weißen Reihers Bewegungen: 41
Matsumura Rohai
Klassifizierung Shorin-Ryu
Stilrichtungen Shito Ryu
Die Masumura Rohai entspricht im wesentlichen der Matsumora Rohai. Beide Versionen sind nahezu identisch, wobei die Matsumura Schule eine etwas direktere Ausführung der Techniken unter teilweiser Verwendung anderer Stände und mit insgesamt einer höheren Dynamik betreibt. Den Beginn der Kata betreffend gibt es zwei unterschiedliche Versionen, wobei in der einen eine zusätzliche Kombination aus insgesamt drei Techniken enthalten ist. Daher kann die genaue Zahl an Techniken und Bewegungen von traditionellen Kata nicht immer sicher ermittelt werden. So hat Sokon Matsumura die Rohai nicht nur in Ablauf und Zahl der Techniken gegenüber der Rohai verändert, sondern auch die Innere Dynamik erhöht, bei gleichzeitiger Beibehaltung der Prinzipien der Kranich Schule. Vom Charater her konnte man der Rohai das Aussehen eines erhabenen, überlegenen Kranichs zugestehen, während man bei der Matsumura Rohai einen überaus agilen und entschlossenen Kranich sieht.
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Bedeutung des Namens Visionen eines Weißen Reihers 1 Bewegungen: 21
Rohai Shodan
Klassifizierung Shorin-Ryu
Stilrichtungen Shito Ryu
Yasutsune Itosu schuf, basierend auf der Kata Rohai, die Version Rohai Shodan. Auch bekannt als Itosu no Rohai Shodan. Diese Rohai Form ähnelt zu Beginn der Matsumura Rohai. Anschließend folgt sie jedoch einem rein seitlichen Enbusen und zeigt auch deutliche Unterschiede bei den verwendeten Techniken. Die in ihr enthaltenen Ashi Barai Techniken sind kompliziert und verlangen einen präzisen Körpereinsatz mit gezielter Verlagerung des Körpergewichts. Die Kata ist ausgesprochen kurz, aber dennoch interessant, abwechslungsreich und in der Ausführung nicht ohne Eleganz.
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Bedeutung des Namens Visionen eines Weißen Reihers 2 Bewegungen: 51
Rohai Nidan
Klassifizierung Shorin-Ryu
Stilrichtungen Shito Ryu
Im Gegensatz zu den üblichen Rohai Kata enthält die Rohai Nidan keine der besonderen Merkmale der alten Rohai. So kommen Techniken, die auf einem Bein stehend ausgeführt werden überhaupt nicht vor. Die Kata ist deutlich länger als Rohai, oder Rohai Shodan und Rohai Sandan. Einige Techniken wie Shuto Uke in Kosa Dachi werden immer wieder und in insgesamt vier Richtungen ausgeführt. Analysiert man diesen Teil der Kata, läßt sich am Ende ein insgesamt spiegelbildliches Konzept erkennen. Tatsächlich ist die Kata Rohai Nidan die Basis Kata für die Entwicklung der Meikyo.
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Bedeutung des Namens Visionen eines Weißen Reihers 3 Bewegungen: 40
Rohai Sandan
Klassifizierung Shorin-Ryu
Stilrichtungen Shito Ryu
Rohai Sandan verwendet ebenfalls keine typischen Techniken der alten Rohai. Sie ist kürzer als Rohai Nidan, aber deutlich länger als Rohai Shodan. Auch sie ist nicht sehr weit verbreitet. Allerdings wurde die Technik Sukui Uke in die Entwicklung der Kata Meikyo des Shotokan übernommen. Rohai Sandan enthält Techniken, die auch in der Kosokun Sho zu finden sind. Nun kann spekuliert werden ob von Itosu zuerst die Rohai Sandan oder die Kosokun Sho entwickelt wurde. Einige Techniken nutzen die Zentrifugalkraft des Schultergelenks und erinnern an die Kata Chinte. Zudem folgt der Beginn der Kata einem ähnlichen Konzept wie der Beginn der Matsumura Rohai und ist sehr dynamisch.
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Bedeutung des Namens Dreizehn Bewegungen: 56
Seishan
Klassifizierung Shorin-Ryu
Stilrichtungen Shito Ryu
Seishan wird hauptsächlich in der Schule von Sokon Matsumura geübt und überliefert. Auf Basis dieser Kata wurde im Shotokan die Hangetsu entwickelt. Lediglich der Beginn erinnert an die Kata Seisan des Naha-te/Goju Ryu (Shorei-Ryu). Der Hauptteil der Kata folgt dem Konzept, sowie den technischen Kombinationen der Aragaki Seisan. Somit ist es schwer vorstellbar das Seishan lediglich eine Version der Seisan des Goju Ryu sein soll. Vielmehr erscheint sie als eigenständige Kata.
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Bedeutung des Namens Name eines chinesischen Meister Bewegungen: 32
Wanshu
Klassifizierung Shorin-Ryu
Stilrichtungen Shito Ryu
Es wird vermutet, dass diese Kata im 16. Jahrhundert durch einen Chinesischen Meister mit Namen Wang Ji nach Okinawa gelangte. Es existieren zwei sehr unterschiedliche Versionen von Wanshu. Die als Tomari Wanshu bekannte Form hat die größte Ähnlichkeit mit der Shotokan Kata Empi. Die Anfangsbewegung von Wanshu hingegen ist identisch mit der von Chinte. Und wie Chinte ist Wanshu eine eigentümliche Kata, die eine Besonderheit im Konzept der Kata des Shorin-Ryu darstellt. Und dies könnte bedeuten, dass es sich bei Wanshu und Chinte tatsächlich um sehr alte Kata handelt, die möglicherweise sogar derselben Schule angehörten. Wanshu lehrt dabei, für Shorin-Ryu unübliche, Verfahren des Nahkampfes und des versteckten Schlagens (Hidden Fist). In beiden Versionen sind Wurftechniken und Angriffe in den unteren Bereich des Gegners (Leiste, Knie) enthalten. Die Beinarbeit ist kompliziert, ungewöhnlich und sehr schwierig zu meistern.
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Bedeutung des Namens Name eines chinesischen Meister Bewegungen: 40
Tomari Wanshu
Klassifizierung Shorin-Ryu
Stilrichtungen Shito Ryu
Die Tomari Wanshu unterscheidet sich sehr von der Wanshu. So sehr, dass man sagen kann, dass es sich tatsächlich um zwei unterschiedliche Kata handelt. Der Beginn der Tomari Wanshu ist nahezu identisch mit der Anfangsbewegung der Kata Jion. Eine Verbindung zur Chinte, wie bei Wanshu, gibt es hier nicht. Aus Tomari Wanshu wurde im Shotokan die Empi entwickelt. Beide Kata sind immer noch sehr ähnlich. Tomari Wanshu lehrt sehr effektive Nahkampftechniken, die viele Würfe enthalten. Mit Age zuki enthält sie zudem eine besondere, verdeckt geschlagene Form des tsuki. Einige Passagen der Kata haben zudem große Ähnlichkeit mit anderen alten Kata wie Patsai und Rohai.
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